Der Tarviser Wald
Einer der größten Waldbesitze Italiens, vor tausend Jahren im Eigentum bayerischer Bischöfe. Hier leben Braunbären, Wölfe und mehr als dreihundert Steinböcke.
- Vom Haus ausbeginnt dort, wo der Ort endet
- Wann hinfahrenGanzjährig.
- Fläche23.300 Hektar
- BäumeÜberwiegend Fichte, mit einzelnen Weißtannen
Dreiundzwanzigtausenddreihundert Hektar. Es ist einer der größten Waldbesitze Italiens, und kein eingezäunter Park: er beginnt dort, wo die Bebauung von Tarvis endet, und steigt bis an die österreichische und slowenische Grenze. Es ist vor allem Fichtenwald, mit einzelnen Weißtannen, und er sieht eher nach Nordeuropa aus als nach einem italienischen Wald.
Die Tiere gibt es wirklich. Braunbären werden häufig gesichtet, es gibt mindestens zwei erst kürzlich entstandene Wolfsrudel und mehr als dreihundert Steinböcke, ab Ende der 1970er Jahre wieder angesiedelt. Dazu Rot-, Dam- und Rehwild, das man in der Dämmerung an den Forststraßen mühelos sieht.
Wer Tiere sehen will, kommt nicht mittags: sondern in der ersten Stunde nach Sonnenaufgang oder der letzten vor Einbruch der Dunkelheit, still und unbeweglich an einer Forststraße. Tagsüber wirkt der Wald leer. Ist er nicht: Sie sind es, der Lärm macht.
Die Geschichte seiner Besitzer ist eine der merkwürdigsten Europas. Im Jahr 1007 schenkte Kaiser Heinrich II. ihn dem Bischof von Bamberg in Bayern. Siebenhundertfünfzig Jahre blieb er in der Hand der bayerischen Bischöfe, bis 1759, als er an Maria Theresia von Österreich fiel. Italienisch wurde er erst 1919, durch den Vertrag von Saint-Germain. Ein Wald im Friaul, der acht Jahrhunderte lang deutsch und österreichisch war.
Heute wird er von der Biodiversitätseinheit der Carabinieri in Tarvis verwaltet, im Auftrag des Fonds für Kultusgebäude des Innenministeriums.
Die Braunbären gibt es wirklich. Es ist keine alltägliche Gefahr — sie meiden Menschen —, aber die Regeln gelten: kein Essen liegen lassen, sich niemals einem Jungtier nähern, sich im dichten Bewuchs bemerkbar machen. Und den Hund an der Leine führen.
Häufige Fragen
Gibt es Bären im Tarviser Wald?
Ja, das Vorkommen des Braunbären ist belegt und Sichtungen sind häufig. Es gibt außerdem mindestens zwei Wolfsrudel und mehr als dreihundert Steinböcke. Bären meiden Menschen: die Regeln lauten, kein Essen liegen zu lassen, sich niemals einem Jungtier zu nähern und den Hund an der Leine zu führen.
Wie groß ist der Tarviser Wald?
Dreiundzwanzigtausenddreihundert Hektar, einer der größten Waldbesitze Italiens. Er reicht von der Bebauung von Tarvis bis an die österreichische und slowenische Grenze.
Zu welcher Tageszeit sieht man Tiere im Tarviser Wald?
In der ersten Stunde nach Sonnenaufgang und in der letzten vor Einbruch der Dunkelheit, still und unbeweglich an den Forststraßen. In der Tagesmitte sind die Tiere in Deckung.
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